Biodiversität in Kommunen

Der Erhalt einer vielfältigen Natur ist für uns Menschen essentiell. Die Landwirtschaft ist einer der größten Akteure, der mit vielfältigen Maßnahmen dem Artensterben entgegenwirken kann. Jedoch gibt es genügend Flächen im öffentlichen und halböffentlichen Besitz, die sich nach Ansicht der Fragesteller für Biodiversitätsmaßnahmen eignen würden. Strukturelemente wie beispielsweise Blühstreifen steigern auch den Freizeit- und Erlebniswert in Städten und Parks ungemein.

Anfrage (Drucksache 19/14479, vom 24.10.2019)

Wir fragen die Bundesregierung:

  1. Welche Projekte finanziert die Bundesregierung, die darauf abzielen, mehr Biodiversität auf kommunale Flächen oder in private Gärten und auf Balkone zu bringen (bitte Titel, Laufzeit und Förderhöhe angeben)?
  2. Welche Projekte finanziert die Bundesregierung, die die Artenvielfalt erforschen und geeignete Erhaltungsmaßnahmen vorschlagen (bitte Titel, Lauf-zeit und Förderhöhe angeben)?
  3. Welche pollen- und nektarspendenden Arten mit langer Blütezeit gibt es nach dem Kenntnisstand der Bundesregierung?
  4. Welche stresstoleranten gebietsfremden Arten kennt die Bundesregierung, die einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität auf kommunalen Flächen wie Randstreifen, Verkehrsinseln oder Parks leisten könnten?
  5. Welche pflegereduzierten, standortgerechten Mischpflanzungen kennt die Bundesregierung, und wie lautet die Anwendungsempfehlung für die Kommunen?
  6. Welche Rolle tragen nach Ansicht der Bundesregierung Friedhöfe zum Er-halt der Artenvielfalt bei, und welche Gestaltungsprojekte fördert die Bundesregierung aktuell (bitte Titel, Laufzeit und Förderhöhe angeben)?

Hier sind die Originalschriftstücke zum Download

Anfrage-194479-Biodiversität

Antwort-194479-Biodiversität

Meine Einschätzung

Mir scheint bei diesem wichtigen Thema „urbaner lebenswerter Lebensraum“ nicht wirklich eine Erfolg suchende, treibende Kraft dahinterzustecken. So hat beispielsweise das kostspieligste Projekt (3,1 Mio €, läuft seit 2016!!) „Städte wagen Wildnis“ gerade mal 3 Städte als Teilnehmer. Die scheint mir mehr ein Alibi als ein wirkliches Projekt zu sein. Hier wäre mehr Realität und Erfolgswillen ratsam.